Josef Suder

3. März 1915, Marienberg (Mariánské Hory) – 6. August 1943
Josef Suder

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Suder, 1941

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 355

Der Sohn eines Berg­manns erlernt nach der Volks- und Bürger­schule den Beruf des Klempners und Installa­teurs und ist zuletzt am Ignatz Schacht in Marienberg (Mariánské Hory) beschäftigt. 1936 tritt er in die Volks­sozialis­tische Partei (ČSNS) von Edvard Beneš ein.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder wird Josef Suder im Herbst 1939 für die Mitarbeit in der illegalen Kommunis­tischen Partei der Tschecho­slowakei (KPČ) ange­worben und im Januar 1940 zum Orts­gruppen­leiter von Marien­berg bestellt. Bis zu seiner Festnahme am 5. November 1941 sammelt er von Arbeitern Spenden für die Rote Hilfe, führt Mitglieds­beiträge ab und sorgt für die Weiterver­breitung von Flugblättern.
Am 16. April 1943 verurteilt der „Volks­gerichts­hof” Josef Suder zu­sammen mit Karel Kotas wegen „Vorberei­tung zum Hoch­verrat” zum Tode. Beide Männer werden am 6. August 1943 im Strafge­fängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichts­hofs” gegen Josef Suder und andere vom 30. Januar 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 355

Urteil des „Volksgerichts­hofs” gegen Josef Suder und andere vom 16. April 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 355

Ablehnung des Gnadenerweises für Josef Suder und Karel Kotas durch den Reichsjustizminister vom 18. Juli 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 355

Sterbeurkunde von Josef Suder vom 7. August 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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