Franz Süß

7. Oktober 1899, Kleinheubach/Kreis Unterfranken – 7. Januar 1936
Franz Süß wird am 7. Oktober 1899 in Kleinheubach im Kreis Unterfranken geboren und beginnt nach dem Schul­besuch eine Ausbildung in der Forstwirtschaft. Nach seiner Teilnahme am Feldzug gegen Rumänien während des Ersten Weltkriegs besucht er die Privatforst- und Kolonialschule und arbeitet danach als Privatförster und Forstassistent. Seit 1933 ist er Mitglied der NSDAP.
Süß wird im September 1930 in Straßburg vom französi­schen Nachrichtendienst angeworben. Ab Frühjahr 1931 ist er als Förster beschäftigt und tritt im April 1933 in den Motorsturm der SA in Fischbach an der Nahe ein. Bis September 1934 liefert er dem französischen Nachrich­tendienst erst Berichte über eine Feldjägerorganisation, später vor allem über die politische und militärische Ausbildung der SA und der SS im Grenzgebiet sowie deren Verbindung zur Reichswehr.
Franz Süß wird vom 3. Senat des „Volksgerichtshofs“ am 19. September 1935 wegen „Landesverrats in Tateinheit mit einem Verbrechen der landesverräterischen Fäl­schung“ zum Tode verurteilt und am 7. Januar 1936 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Franz Süß

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Franz Süß vom 19. September 1935

Bundesarchiv R 3018/5157

Ablehnung des Gnadenerweises für Franz Süß vom 18. Dezember 1935

Bundesarchiv R 3018/5157

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Franz Süß vom 7. Januar 1936

Bundesarchiv R 3018/5157

Sterbeurkunde von Franz Süß vom 7. Januar 1936

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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