Václav Šuman

25. September 1894, Zitow (Cítov) – 11. Mai 1943
Václav Šuman

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Václav Šuman, 1940

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-319-16

Václav Šuman wächst in einer Arbeiter­familie auf. Nach der Bürger­schule besucht er zunächst eine Regimenten­schule und arbeitet dann als Jockey am Hof eines böh­mischen Fürsten­hauses. Von 1914 bis 1920 dient er in der öster­reichisch-ungarischen sowie in der Tschecho­slo­wakischen Armee. Ab 1926 verdient er seinen Lebens­unterhalt als selbst­ständiger Sportmanager in Prag.
Im Früh­sommer 1939 wird Václav Šuman von seinem Bekann­ten Antonín Bobek für die im Entstehen begrif­fene Mili­tärorga­nisation Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation) geworben. Diese vornehmlich aus vor­maligen Offizieren bestehende Organi­sation sucht eine Geheim­armee aufzubauen und plant den bewaff­neten Aufstand gegen die deutsche Besatzung.
Václav Šuman über­nimmt die Führung einer Gruppe in der von Antonín Gibiš befehligten Kompanie in Prag. Unter anderem fertigt er mehrere Orts­skizzen an und ist mit der Planung des Transfers von tschechischen Legionären ins Ausland befasst.
Nach seiner Fest­nahme am 29. Dezember 1939 verurteilt der „Volks­gerichtshof” Václav Šuman mit Antonín Bobek und vier weiteren beteiligten Männern am 5. Dezember 1942 zum Tode. Václav Šuman wird am 11. Mai 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Antonín Bobek und andere vom 5. Dezember 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-319-2

Anordnung des Reichsjustizministers zur Urteilsvollstreckung gegen Václav Šuman und andere vom 22. April 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-319-21

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über den Abgang des Gefangenen Václav Šuman vom 11. Mai 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-319-21

Sterbeurkunde von Václav Šuman vom 12. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück