Josef Sůva

13. Oktober 1894, Pilsen (Plzeň) – 30. Juli 1942
Josef Sůva erlernt nach der Bürgerschule das Buchbin­derhandwerk und wird anschließend als Hilfs­arbeiter in den Škoda-Werken tätig. 1924 wird er wegen Arbeits­mangels entlassen und erhält eine Anstel­lung bei der „Elsässischen Vereinigung für mechanische Konstruktion” in Belfort, ab 1928 ist er wieder bei den Škoda-Werken in Pilsen tätig. Von 1928 bis 1935 ist er Mitglied der Volks­sozialis­tischen Partei (ČSNS) von Edvard Beneš, 1938 wird er Mitglied des Bundes der Freunde der Sowjet­union. Gewerk­schaftlich ist er im sozial­demo­kratischen Metall­arbeiterverband organisiert.
Nach dem im Dezember 1938 erfolgten Verbot der Kommunis­tischen Partei der Tschecho­slowa­kei (KPČ) und der Errichtung des „Protek­torats Böhmen und Mäh­ren” wird Josef Sůva im Dezember 1939 für die illegale KPČ geworben und als Betriebs­organisations­leiter in den Škoda-Werken eingesetzt. Er wirbt zahlreiche neue Mit­glieder und hat schließlich 15 Betriebszellen unter sich.
Der verheiratete Familienvater wird am 28. September 1940 festgenommen, am 14. Mai 1942 vom „Volksge­richtshof” wegen „Vorbereitung zum Hoch­verrat und unbefugten Waffen­besitzes” zum Tode verurteilt und am 30. Juli 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Sůva

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs“ gegen Josef Sůva und andere vom 27. Oktober 1941

Bundesarchiv R 3017/11892

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Josef Sůva und andere vom 14. Mai 1942

Bundesarchiv R 3017/11892

Sterbeurkunde von Josef Sůva vom 31. Juli 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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