František Švábík

2. September 1903, Draschuwek (Dražůvky) – 22. Dezember 1942
František Švábík

Erkennungsdienstliche Aufnahme von František Švábík, 1940

Bundesarchiv R 3017/11109, Bd. III

František Švábík tritt nach fünfeinhalb Jahren Dienst in der Tschecho­slowa­kischen Armee Ende Januar 1930 in den Polizei­dienst ein. Ende 1933 ist er Inspektor in der zivilen Nach­richten­abteilung der Polizeidirektion.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht und Errichtung des „Protekorats Böhmen und Mähren” wird er Ende März 1939 zur Gestapo­leit­stelle Prag abgeordnet und ist dort in verschie­den­en Abtei­lungen (Abwehr, Kommunistische Partei der Tschecho­slowakei (KPČ), „Protektorat”) tätig.
František Švábík schließt sich der nationalen Wider­stands­bewegung an und wird Mit­glied der geheimen Militär­organisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation), die den bewaffneten Aufstand plant. Er be­schafft Listen mit Namen und Dienst­graden aller deut­schen Mitarbeiter der Prager Gestapo­leitstelle sowie die Namen von tschechischen Spitzeln. Zudem bemüht er sich festzustellen, wer festgenom­men werden soll.
Am 8. April 1940 wird František Švábík festge­nommen und am 12. Juni 1942 vom „Volks­gerichtshof” wegen „Vorbe­reitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. František Švábík wird am 22. Dezember 1942 in Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von František Švábík

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Karel Jaroš und andere vom 14. Januar 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-352-2

Urteilstenor des „Volksgerichtshofs” gegen Karel Jaroš und andere vom 12. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/11109, Bd. IV

Bekanntmachung der Hinrichtung von František Švábík, plakatiert Anfang 1943 in Prag

Bundesarchiv R 3017/11109, Bd. IV

Sterbeurkunde von František Švábík vom 23. Dezember 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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