Emanuel Svačina

24. Dezember 1900, Tábor – 5. November 1942
Emanuel Svačina erlernt das Schneider­handwerk, tritt dann in den Polizei­dienst ein und ist zuletzt als Stabs­wacht­meister in Prag tätig. Er ist Mitglied der Republi­kanischen Partei der Landwirte und Bauern (RSZML). 1937 verlässt er die Mitte-Rechts-Agrar­partei und tritt in den natio­nalisti­schen Tschechischen Böhmerwald­bund ein (Národní jednota posumavskšá, NJP).
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt sich der Gefreite a. D. im September 1939 der nationalen Wider­stands­bewegung an und betä­tigt sich als Unter­verteiler von Flugschriften. Im Oktober erklärt er sich zur Mitarbeit in der Militär­orga­nisation Obrana Národa (ON – Verteidi­gung der Nation) bereit, die eine Geheim­armee aufzu­bauen sucht und auf die Wieder­herstellung der Tschecho­slowaki­schen Republik zielt. Er wirbt seinen Bekannten František Machek, sorgt für die Verbreitung des „V Boj”, der wichtig­sten Zeit­schrift des nicht­kommunis­tischen Wider­stands, und stellt Ende 1940 mithilfe von Josef Hrachovec für Oberst Josef Mašín eine Verbin­dung zur Prager Gendarmerie her.
Emanuel Svačina wird am 7. August 1942 vom „Volksge­richtshof” zusammen mit František Machek und Josef Hrachovec zum Tode verurteilt. Alle drei Männer werden am 5. November 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Emanuel Svačina

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs“ gegen Emanuel Svačina und andere vom 29. Januar 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-323-1

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Emanuel Svačina und andere vom 7. August 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-323-1

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Emanuel Svačina und weitere Personen, 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-323-16

Sterbeurkunde von Emanuel Svačina vom 6. November 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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