Antonín Švancar

12. Februar 1922, Hareth (Hořany u Mostu) – 22. Dezember 1944
Antonín Švancar erlernt nach der Volksschule das Schlosserhandwerk. 1939 kommt er als „Zivilarbeiter” nach Berlin und arbeitet in verschiedenen Firmen.
Anfang März 1944 kehrt er nach einer Erkrankung nicht mehr an seine Arbeitsstelle zurück, schließt sich einer größeren Gruppe Tschechen an und begeht mit diesen mehrere Einbruchdiebstähle in Geschäf­ten, Villen und Bunkern.
Antonín Švancar wird am 7. Juli 1944 festgenommen und am 23. November 1944 vom Sonderge­richt V bei dem Landgericht Berlin zusammen mit Anton Ferus wegen „schweren Dieb­stahls” auf Grundlage der „Volksschäd­lings­verordnung” zum Tode verurteilt. Der Mitan­geklagte Stanislav Machal erhält eine dreijährige Zucht­hausstrafe. Antonín Švancar wird am 22. Dezember 1944 in Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Antonín Švancar aus dem Strafgefängnis Plötzensee

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 3746/2

Urteilstenor des Sondergerichts V bei dem Landgericht Berlin gegen Antonín Švancar und andere vom 23. November 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 3746

Mitteilung über die Hinrichtung von Antonín Švancar vom 22. Dezember 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 3746/2

Sterbeurkunde von Antonín Švancar vom 23. Dezember 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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