Johann Švarc


Erkennungsdienstliches Foto von Johann Švarc, 1941
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-283-12
Im April 1940 wird er von František Rožánek für die sogenannte Fingerringorganisation geworben, die sich zur tschechoslowakischen Exilregierung in London bekennt, Flugschriften herstellt und Sabotagehandlungen vorbereitet. Erkennungszeichen sind eiserne Fingerringe sowie 10- und 20-Heller-Stücke, auf denen zwischen den Löwenklauen ein senkrecht stehender Blitz eingestanzt ist. Johann Švarc wirkt als Verbindungsmann zur Leitung, überbringt Fingerringe und Münzen für neue Mitglieder und ist unter anderem mit der Beschaffung von Sprengstoff befasst.
Nach seiner Festnahme Ende September 1941 verurteilt der „Volksgerichtshof” ihn am 20. Juli 1943 zusammen mit František Rožánek, Josef Broul und Alois Till wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Er wird am Abend des 7. September 1943 während der sogenannten Blutnächte in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Johann Švarc und andere vom 30. Mai 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-283-9
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Johann Švarc und andere vom 20. Juli 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-283-9
Sterbeurkunde von Johann Švarc vom 9. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bericht über die vom 7. bis 10. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943
Bundesarchiv R 3001/25019


















































