Johann Švarc

9. Februar 1894, Prag – 7. September 1943
Johann Švarc

Erkennungsdienstliches Foto von Johann Švarc, 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-283-12

Johann Švarc wird am 9. Februar 1894 in Prag geboren, er­lernt das Schmiedehandwerk und ist nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht und Er­richtung des „Protektorats Böhmen und Mäh­ren” in der Prager Magistratsverwaltung tätig.
Im April 1940 wird er von František Rožánek für die so­genannte Finger­ringorganisation geworben, die sich zur tschechoslowakischen Exilregierung in London bekennt, Flugschriften herstellt und Sabotagehandlungen vorbe­reitet. Erkennungs­zeichen sind eiserne Fingerringe sowie 10- und 20-Heller-Stücke, auf denen zwischen den Löwenklauen ein senkrecht stehender Blitz eingestanzt ist. Johann Švarc wirkt als Verbindungsmann zur Leitung, überbringt Fingerringe und Münzen für neue Mitglieder und ist unter anderem mit der Beschaffung von Spreng­stoff befasst.
Nach seiner Festnahme Ende September 1941 verurteilt der „Volksgerichtshof” ihn am 20. Juli 1943 zusammen mit František Rožánek, Josef Broul und Alois Till wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Er wird am Abend des 7. September 1943 während der sogenannten Blutnächte in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Johann Švarc und andere vom 30. Mai 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-283-9

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Johann Švarc und andere vom 20. Juli 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-283-9

Sterbeurkunde von Johann Švarc vom 9. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die vom 7. bis 10. Sep­tember 1943 im Strafgefängnis Plöt­zensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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