Otakar Sviták
Nach Gründung der Tschechoslowakei wird Otakar Sviták Berufsoffizier in der Tschechoslowakischen Armee. Ab 1929 ist er im Verteidigungsministerium in Prag als Abteilungsleiter tätig. Bei Auflösung der Streitkräfte im März 1939 im Zuge der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht ist er Oberst der Luftwaffe.
Otakar Sviták, der verheiratet und Vater zweier Kinder ist, schließt sich der militärischen Widerstandsorganisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) an, die den bewaffneten Aufstand plant. Unter anderem organisiert er den Transfer tschechischer Piloten ins westliche Ausland, die sich der im Aufbau begriffenen Exilarmee anschließen wollen.
Otakar Sviták wird am 23. Juli 1940 in Prag festgenommen und ist zuerst im Prager Gefängnis Pankrác, danach in Dresden, Gollnow und zuletzt in Berlin-Plötzensee inhaftiert. Er wird am 18. März 1942 wegen „Landesverrats, Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat” vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt.
Otakar Sviták wird am 26. August 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Otakar Sviták
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Otakar Sviták und andere vom 18. März 1942
Bundesarchiv R 3017/11048, Bd. I
Gnadengesuch von Jarmila Svitáková für ihren Ehemann Otakar Sviták vom 8. April 1942
Bundesarchiv R 3017/11048, Bd. II
Bekanntmachung der Hinrichtung von Otakar Sviták und anderen, plakatiert 1942 in Prag
Bundesarchiv R 3017/11048, Bd. I
Sterbeurkunde von Otakar Sviták vom 26. August 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung




































