Otakar Sviták

3. März 1894, Nesselsdorf (Kopřivnice) – 26. August 1942
Otakar Sviták

Aufnahme von Otakar Sviták

Privatbesitz

Der Sohn eines Werks­beamten wird nach dem Besuch der Volks-, Real- und Höheren Gewerbe­schule 1915 zum öster­reichisch-unga­rischen Heer einge­zogen und nimmt am Ersten Welt­krieg teil. 1916 gerät er in russische Kriegs­gefangen­schaft, 1917 tritt er in die Tschecho­slo­wakische Legion ein.
Nach Gründung der Tschecho­slowakei wird Otakar Sviták Berufs­offizier in der Tschecho­slowa­kischen Armee. Ab 1929 ist er im Vertei­digungs­ministerium in Prag als Ab­teilungs­leiter tätig. Bei Auflösung der Streit­kräfte im März 1939 im Zuge der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht ist er Oberst der Luft­waffe.
Otakar Sviták, der verhei­ratet und Vater zweier Kinder ist, schließt sich der militärischen Wider­stands­organi­sation Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation) an, die den bewaff­neten Aufstand plant. Unter anderem organi­siert er den Transfer tsche­chischer Piloten ins westliche Ausland, die sich der im Aufbau begrif­fenen Exil­armee anschließen wollen.
Otakar Sviták wird am 23. Juli 1940 in Prag fest­genom­men und ist zuerst im Prager Gefängnis Pankrác, danach in Dresden, Gollnow und zuletzt in Berlin-Plötzen­see inhaf­tiert. Er wird am 18. März 1942 wegen „Lan­desverrats, Feindbe­günstigung und Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” vom „Volks­gerichtshof” zum Tode verurteilt.
Otakar Sviták wird am 26. August 1942 im Straf­gefängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Otakar Sviták

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Otakar Sviták und andere vom 18. März 1942

Bundesarchiv R 3017/11048, Bd. I

Gnadengesuch von Jarmila Svitáková für ihren Ehemann Otakar Sviták vom 8. April 1942

Bundesarchiv R 3017/11048, Bd. II

Bekanntmachung der Hinrichtung von Otakar Sviták und anderen, plakatiert 1942 in Prag

Bundesarchiv R 3017/11048, Bd. I

Sterbeurkunde von Otakar Sviták vom 26. August 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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