František Svoboda


Erkennungsdienstliche Aufnahme von František Svoboda, 1940
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-221-10
Im Oktober 1939 hilft er einem Bekannten aus der Natio­nalgarde dabei, eine Wagenladung Konservendosen zu transportieren und bei einem Bauern auf dem Land zu verstecken. Diese Lebensmittel werden aus den Bestän­den des ehemaligen tschechoslowakischen Heeres für die Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) ent­wendet. Die Organisation tschechoslowakischer Offi­ziere, die sich nach der Errichtung des „Protektorats” gebildet hat, versucht unter deutscher Besatzung ein ge­heimes Heer aufzubauen. Außerdem ist Svoboda an der Aufbewahrung und Weitergabe eines mit Sprengstoff ge­füllten Koffers beteiligt, der für Sabotageaktionen ge­nutzt werden soll.
Nach seiner Festnahme am 1. Juli 1940 wird er am 29. Oktober 1942 vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” zusammen mit weiteren Angeklagten wegen „Vorberei­tung zum Hochverrat” und „Feindbegünsti­gung” zum Tode verurteilt. Alle dreizehn zum Tode Verurteilten werden am 23. März 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von František Svoboda
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen František Svoboda und weitere Angeklagte vom 29. Oktober 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-220-2
Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen František Svoboda und weitere Personen vom 23. März 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 41-221-17
Sterbeurkunde von František Svoboda vom 24. März 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

































