Gustav Svoboda

3. Juni 1890, Prag – 1. Juni 1943
Gustav Svoboda

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Gustav Svoboda, 1941

Bundesarchiv R 3017/15060

Der Sohn eines Bank­dieners besucht die Volks-, Bür­ger- und Handels­schule und leistet von 1911 bis 1912 als Einjährig-Freiwil­liger seinen Militärdienst in Prag. Nach Ausbruch des Ersten Welt­krieges dient er in der österrei­chisch-unga­rischen Armee, gerät im Dezember 1914 in russische Kriegsgefangenschaft und tritt 1917 in die Tsche­choslowa­kische Legion ein, die für die Unabhän­gigkeit der Tsche­choslowakei kämpft. Seit 1919 ist er leitender kaufmännischer Ange­stellter und zuletzt Direktor der inter­nationalen Handels-AG Centro Co­misse.
Nach der Beset­zung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht schließt sich Gustav Svoboda der nationalen Wider­stands­bewegung an. Er unterstützt die geheime Militär­organi­sation Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation), die den bewaffneten Aufstand gegen das NS-Besat­zungs­regime plant, mit erheblichen Geldspen­den.
Mitte Dezember 1941 wird er festge­nommen. Am 10. März 1943 verurteilt ihn der 5. Senat des „Volksge­richtshofs” zusammen mit Alois Machačík, Vacláv Adam und Josef Srstka wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat und Feindbe­günstigung” zum Tode.
Gustav Svoboda wird am 1. Juni 1943 in Berlin-Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Josef Srstka und andere vom 10. März 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-219-1

Ablehnung der Begnadigung von Gustav Svoboda und anderen durch den Reichsjustizminister, 31. Mai 1943

Bundesarchiv R 3017/15060

Vollstreckungsbericht des Todesurteils gegen Gustav Svoboda und andere, 3. Juni 1943

Bundesarchiv R 3017/15060

Sterbeurkunde von Gustav Svoboda vom 2. Juni 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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