Miloslav Svoboda

16. Februar 1914, Jarmeritz/Mähren (Jaromerice/Morava) – 8. September 1943
Miloslav Svoboda wird am 16. Februar 1914 im mähri­schen Jarmeritz geboren und ist zuletzt als Hilfsarbeiter bei der Bahn in Brünn beschäftigt.
Im Jahr 1939 wird er von seinem Schwiegervater, einem ehemaligen kommunistischen Parteifunktionär, für die ein Jahr zuvor verbotene Kommunistische Partei der Tschechoslowakei (Komunistická strana Československa, kurz: KSČ) gewor­ben und entrichtet Mitgliedsbeiträge zur Unterstützung von Familien Inhaftierter. Ab der zwei­ten Hälfte des Jahres 1942 fungiert er als Verbindungs­mann zwischen mehreren kommunistischen Stadtviertel­leitern und der Kreisleitung der KSČ in Brünn. In dieser Position verteilt er unter anderem politische Druckschrif­ten und Flugblätter an die Funktionäre. Nach dem Tod seines Schwiegervaters behält er aus dessen Nachlass eine Pistole und gibt zwei weitere Waffen an andere Funk­tionäre weiter.
Miloslav Svoboda wird im Januar 1943 festgenommen, vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs” am 3. September 1943 wegen „Vor­bereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt und am frühen Morgen des 8. September 1943 während der soge­nannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Auszug aus der Gefangenenakte von Miloslav Svoboda des Strafgefängnisses Plötzensee

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 3909

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Miloslav Svoboda und weitere Personen vom 22. Juli 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 364

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Miloslav Svoboda und weitere Personen vom 3. September 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 364

Sterbeurkunde von Miloslav Svoboda vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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