Miloslav Svoboda
Im Jahr 1939 wird er von seinem Schwiegervater, einem ehemaligen kommunistischen Parteifunktionär, für die ein Jahr zuvor verbotene Kommunistische Partei der Tschechoslowakei (Komunistická strana Československa, kurz: KSČ) geworben und entrichtet Mitgliedsbeiträge zur Unterstützung von Familien Inhaftierter. Ab der zwei­ten Hälfte des Jahres 1942 fungiert er als Verbindungs­mann zwischen mehreren kommunistischen Stadtviertel­leitern und der Kreisleitung der KSČ in Brünn. In dieser Position verteilt er unter anderem politische Druckschrif­ten und Flugblätter an die Funktionäre. Nach dem Tod seines Schwiegervaters behält er aus dessen Nachlass eine Pistole und gibt zwei weitere Waffen an andere Funk­tionäre weiter.
Miloslav Svoboda wird im Januar 1943 festgenommen, vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” am 3. September 1943 wegen „Vor­bereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt und am frühen Morgen des 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Auszug aus der Gefangenenakte von Miloslav Svoboda des Strafgefängnisses Plötzensee
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 3909
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Miloslav Svoboda und weitere Personen vom 22. Juli 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 364
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Miloslav Svoboda und weitere Personen vom 3. September 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 364
Sterbeurkunde von Miloslav Svoboda vom 14. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung































