Kamal Syed
Im März 1928 kommt Syed erneut nach Berlin, um tech­nische Versuche über die Möglichkeit der Verwendung afghanischer Holzkohle in Zementfabriken durchzufüh­ren. Auf seiner Rückreise nach Afghanistan im Januar 1929 erfährt er vom Sturz des afghanischen Königs Aman Ullah. Als dessen Anhänger begibt sich Syed nach Kan­dahar, um gegen die neue Regierung zu kämpfen. Nach dem missglückten Gegenputsch flieht er nach Deutsch­land.
Am 6. Juni 1933 schießt er in der afghanischen Gesandt­schaft am Berliner Hansaplatz auf den Gesandten Sardar Mohammed Aziz Khan, den ältesten Bruder des jetzt re­gierenden afghanischen Königs Mohammed Nadir Schah.
Vom Berliner Landgericht wird er deswegen am 6. Juli 1934 zum Tode verurteilt. Nach längeren diplomatischen Auseinandersetzungen über seine Auslieferung nach Afghanistan wird er am 14. Januar 1935 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Kamal Syed
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des Schwurgerichts I in Berlin gegen Kamal Syed vom 6. Juli 1934
Landesarchiv Berlin A Rep 358-02, Nr. 1606
Protokoll der Verkündung des Todesurteils, 13. Januar 1935
Landesarchiv Berlin C Rep. 375-01-11, Nr. 5313A.01















































