Antonín Syřiště

4. Oktober 1897, Hostomitz (Hostomice nad Bílinou) – 1. April 1943
Antonín Syřiště stammt aus Hosto­mitz (Hostomice nad Bílinou) in den Sudeten und wird von Beruf Berg­mann. Er ist gewerk­schaftlich orga­nisiert, leitet längere Zeit den Sport­klub in Hostomitz und ist Mitglied des Sozi­alisti­schen Freidenker­bundes.
Nach der Annexion der Sudeten und der Beset­zung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht wird er Anfang 1941 vom Gebiets­leiter der illegalen Kommu­nistischen Partei der Tschecho­slowakei (KPČ) in Hostomitz für die Mitarbeit ange­worben. Er nimmt an Zusammen­künften teil, führt Mit­glieds­beiträge ab und über­mittelt bei den Treffen nach Auffor­derung durch den Gebiets­leiter regel­mäßig abge­hörte Nach­richten des Londoner Rund­funks.
Am 11. Dezember 1942 verur­teilt der „Volksge­richtshof” ihn zusammen mit Václáv Krtek, Andreas Hroschek und Franz Kubát wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode. Die vier Männer werden am 1. April 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee er­mordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksge­richtshofs“ gegen Antonín Syřiště und andere vom 4. September 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-517-6

Urteil des „Volksge­richtshofs“ gegen Antonín Syřiště und andere vom 11. Dezember 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-517-6

Sterbeurkunde von Antonín Syřiště vom 2. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück