Jan Szałański

17. Februar 1904, Zbenezkow – 7. September 1943
Jan Szałański macht nach Ende seiner Schulzeit eine Schlosserlehre und ist im Anschluss als Metallar­beiter tätig. 1930 siedelt er nach Frankreich über, um dort als Schlosser zu arbeiten. Im April 1941 kommt er als „Zi­vilarbeiter” nach Deutschland und arbeitet bis zu seiner Festnahme am 14. März 1942 in Hamburg.
Szałański wird zusammen mit Anton Giemza und Johann Plesinski, ebenfalls polnische „Zivilarbeiter”, beschuldigt unter französischen und polnischen „Zivilarbeitern“ für den Kommunismus geworben, aus Frankreich einge­führ­tes kommunistisches Propagandamaterial verlesen und weitergegeben zu haben.
Die drei Männer werden am 27. April 1943 vor dem „Volksgerichtshof” angeklagt und am 11. Juni 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat in Verbindung mit landesverräterischer Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt.
Johann Plesinski und Anton Giemza gehören zu der ersten Gruppe von acht Männern, die im Rahmen der sogenannten Blutnächte am 7. September 1943 um 19.30 Uhr im Strafgefängnis Plötzensee erhängt werden. Jan Szałański wird am selben Abend um 21.45 Uhr ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Jan Szałański

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Johann Plesinski, Anton Giemza und Jan Szałański vom 27. April 1943

Bundesarchiv R 3017/13684

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Johann Plesinski, Anton Giemza und Jan Szałański vom 11. Juni 1943

Bundesarchiv R 3017/13684

Stellungnahme der Geheimen Staats­polizei im Gnadenverfahren von Johann Plesinski, Anton Giemza und Jan Szałański, 6. Juli 1943

Bundesarchiv R 3017/48571

Sterbeurkunde von Jan Szałański vom 10. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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