Ernst Untermann

2. Juni 1899, Bärwalde/Neumark (Mieszkowice) – 16. April 1943
Ernst Unter­mann wird erstmals mit 16 Jahren straf­fällig und kommt in Fürsorge­erziehung. Er ist als Arbeiter in der Land­wirt­schaft und zuletzt als Lagerist in Berlin tätig. Wegen Eigen­tums­delikten wird er mehrmals zu Haft­strafen verurteilt. 1938 heiratet er Martha Lentvoigt, mit der er zwei Kinder hat.
Er wird am 30. Oktober 1942 unter dem Vorwurf festge­nommen, 1941/42 mehrere nächtliche Ein­brüche in Lauben­kolonien begangen, Hühner und Kaninchen gestohlen und diese mit seiner Frau teils weiter­verkauft zu haben.
Am 19. März 1943 verurteilt das Sonder­gericht VII bei dem Land­gericht Berlin Ernst Unter­mann auf Grund­lage der „Ver­ord­nung gegen Volks­schäd­linge” zum Tode und Martha Unter­mann zu drei Monaten Gefängnis. Sein Gnaden­gesuch wird abgelehnt und Ernst Untermann am 16. April 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Ernst Untermann

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2602/4

Urteilsformel des Sonder­gerichts VII bei dem Land­gericht Berlin gegen Ernst Untermann vom 19. März 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2602/1

Ablehnung eines Gnadenerweises für Ernst Untermann durch den Reichsjustizminister, 8. April 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 2602/3

Sterbeurkunde von Ernst Untermann vom 17. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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