Josef Vodička

13. Dezember 1897, Sweprawitz (Svépravice) – 13. Januar 1943
Josef Vodička

Erkennungsdienstliches Foto von Josef Vodička, 1941

Bundesarchiv R 3017/10726, Bd. I

Josef Vodička wird am 13. Dezember 1897 in Swepra­witz geboren und ist seit 1929 Mitglied in der „Roten Hilfe” und dem „Bund der Freunde der Sowjet­union”. Zwischen 1935 und 1938 ist er Mitglied der Kommu­nistischen Par­tei der Tschecho­slowakei (Komunistická strana Česko­slovenska, kurz: KSČ).
Direkt nach dem Verbot der KSČ im Jahr 1938 beteiligt sich Vodička an der Aufrecht­erhaltung der Partei­arbeit in der Illegalität und nimmt die Tätigkeit eines Bezirksin­strukteurs auf. Im Prager Stadtteil Wissotschan ist er als Verbindungs­mann dafür verant­wortlich, dass zwischen verschiedenen kommu­nistischen Zellen die organisato­rischen Kontakte nicht abbrechen. Außerdem sammelt er Mitglieds­bei­träge ein, die vor allem zur Unter­stützung von Ange­hörigen politischer Häftlinge verwendet wer­den. Ab August 1940 hält er für kurze Zeit in der Position eines Gebiets­instrukteurs auch die Verbindung zum Stadtteil Lieben aufrecht und nimmt an mehreren Zu­sammen­künften teil, auf denen er neue politische und organi­satorische Weisungen erhält.
Josef Vodička wird festge­nommen und vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs” am 23. September 1942 wegen „Vor­bereitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt. Er wird am 13. Januar 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Josef Vodička

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Vodička und weitere Ange­klagte vom 23. September 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-549-23

Bekanntmachung der Hinrichtung von Josef Vodička und anderer zum Tode Verurteilter vom 13. Januar 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-549-23

Sterbeurkunde von Josef Vodička vom 14. Januar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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