Hermann Vogt

15. April 1899, Berlin – 8. September 1943
Hermann Vogt

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Hermann Vogt, 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 14811

Hermann Vogt erlernt den Fleischer­beruf und legt nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg 1919 die Meisterprüfung ab. 1924 heiratet er Katharina Müller, mit der er zwei Kinder bekommt, und übernimmt 1929 die Fleischerei seines Schwiegervaters in Caputh. Seit 1933 gehört er der NSDAP an.
Nach dem deutschen Überfall auf Polen geht sein Umsatz stark zurück. Hermann Vogt kauft Tiere und betreibt bis zu seiner Festnahme Anfang November 1942 „Schwarzschlachtung" von mindestens 32 Schweinen, einem Kalb und vier Rindern. Seine Frau verkauft das Fleisch an verschiedene Personen.
Am 12. Juli 1943 verurteilt das Sondergericht VI bei dem Landgericht Berlin Hermann Vogt wegen Verstoßes gegen die „Kriegswirtschaftsverordnung" zum Tode. Katharina Vogt wird zu drei Jahren Zuchthaus und einer Geldstrafe von 5000 Reichsmark verurteilt.
Hermann Vogt wird am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Hermann Vogt

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Mitteilung über die Vollstreckung des Todesurteils gegen Hermann Vogt vom 13. September 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 14814

Sterbeurkunde von Hermann Vogt vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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