Anton Vosihnoj

27. März 1888, Sternberg (Šternberk) – 12. September 1942
Anton Vosihnoj

Aufnahme von Anton Vosihnoj

Bundesarchiv R 3017/26547

Der Sohn eines selbst­stän­digen Kauf­manns erlernt das Schlosser­hand­werk. Nach dem Tod des Vaters siedelt die Familie nach Wien über. 1910 erhält Anton Vosih­noj eine Anstellung bei den öster­reichischen Staats­bahnen, seit 1912 arbeitet er als Loko­motiv­führer. Er ist verhei­ratet und hat zwei Kinder.
Von 1918 bis 1927 ist er Mitglied der Sozial­demokra­tischen Arbeiter­partei (SDAP) sowie der Eisen­bahner­ge­werk­schaft. 1934 tritt er der Vater­län­dischen Front bei.
Zwischen 1934 und 1936 wirbt Eduard Wessely ihn als Mitar­beiter für den tsche­chischen Nach­richten­dienst. In der Folge­zeit erstattet er diesem Bericht über Truppen­bewe­gungen in Öster­reich.
Nach dem „Anschluss” Öster­reichs im März 1938 liefert er bis September 1938 Infor­mationen über die Belegung öster­rei­chischer Stand­orte mit deutschen Truppen und die einzelnen Waffen­gat­tungen an die Tschecho­slowakei.
Am 17. Januar 1940 wird Anton Vosihnoj festge­nommen. Der „Volks­­gerichts­hof” verurteilt ihn am 19. November 1941 zusam­men mit Eduard Wessely wegen „landesver­rä­te­rischer Ausspä­hung in Verbin­dung mit Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode. Beide Männer werden am 12. September 1942 in Plötz­en­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Anton Vosihnoj

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Eduard Wessely und Anton Vosihnoj vom 10. Juni 1941

Bundesarchiv R 3017/26547

Sterbeurkunde von Anton Vosihnoj vom 12. September 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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