Jindřich Vosynek


Erkennungsdienstliche Aufnahme der Gestapo von Jindřich Vosynek
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-460-11
Im Februar 1941 erzählt ihm sein Schulfreund Alexander Vaňous von seinem Wunsch, in die Sowjetunion auszu­wandern. Da Vosynek mit seiner Anstellung nicht zufrie­den ist, schließt er sich diesem Vorhaben an und besucht im März 1941 das sowjetische Generalkonsulat, wo er sich um eine Einreisebewilligung bemüht. Diese wird ihm vom Generalkonsul in Aussicht gestellt, wenn er für das Kon­sulat nachrichtendienstliche Tätigkeiten ausführt.
Gemeinsam mit Vaňous und Václav Dědek bildet Jindřich Vosynek daraufhin die Spionagegruppe „Voloda”, die in Böhmisch-Trübau Nachrichten militärischer und wirt­schaftlicher Art sammelt. Dazu gehören Erkundungen über die Stimmung in der Bevölkerung, vor allem aber Berichte über Truppen- und Kriegsmaterialtransporte der deutschen Wehrmacht, welche Böhmisch-Trübau durch­laufen. Diese Berichte werden ab März 1941 durch ange­worbene Kuriere nach Prag gebracht.
Jindřich Vosynek, Alexander Vaňous und weitere in den Fall verwickelte Männer werden im November 1941 fest­genommen und vom 5. Senat des „Volksgerichtshofs” am 6. Mai 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Alle acht zum Tode Verurteilten werden während der sogenannten Blutnächte am 8. September 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Jindřich Vosynek
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Jindřich Vosynek vom 12. März 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-460-7
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jindřich Vosynek vom 6. Mai 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-460-7
Gnadengesuch und Übersetzung des Gnadengesuchs von Jindřich Vosynek, 8. Juni 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-460-11
Sterbeurkunde von Jindřich Vosynek vom 16. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung




























































