Otakar Votruba

21. April 1894, Prag – 13. Juli 1943
Otakar Votruba

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Otakar Votruba, 1942

Bundesarchiv R 3001/147035

Otakar Votruba, geboren am 21. April 1894 in Prag, arbei­tet als Fahrdienstleister am Bahn­hof Steken (Štěkeň). Seit 1934 gehört er der Tur­nerver­einigung Sokol an, in der er sich als Kultur- und Theater­referent betätigt. Er ist ver­heiratet und hat drei Kinder.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht bittet ihn sein Bekannter Miloš Pastejřík im Dezember 1940, ihm militärische und wirtschaftliche Informationen rund um den Bahnhof zu beschaffen.
Otakar Votruba sagt seine Mitarbeit zu und übermittelt ihm in der Folgezeit regelmäßig Informationen etwa über durchfahrende Truppentransporte. Miloš Pastejřík handelt im Auftrag der Dachorganisation der nationalen tschechoslowakischen Widerstandsgrup­pen ÚVOD (Ústřední vedení odboje domácího – Zen­trale Leitung des Wider­stands in der Hei­mat) und über­mittelt die Informationen weiter nach Prag.
Otakar Votruba wird am 5. März 1942 festgenommen. Der „Volksgerichts­hof” verurteilt ihn am 18. März 1943 zu­sammen mit Miloš Pastejřík, Jan Přib und Stanislav Panoš wegen „Lan­desverrats, Vorbereitung zum Hoch­verrat und Feind­begünstigung” zum Tode. Alle vier Männer werden am 13. Juli 1943 in Plötzensee er­mordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Otakar Votruba

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Stanislav Panoš und andere vom 6. Februar 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-333-9

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Stanislav Panoš und andere vom 18. März 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-333-18

Telegramm an den „Reichsprotektor in Böhmen und Mähren“ mit Bescheid über die Hinrichtung von Otakar Votruba und anderen, 14. Juli 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-333-9

Sterbeurkunde von Otakar Votruba vom 14. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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