Otakar Votruba
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht bittet ihn sein Bekannter Miloš Pastejřík im Dezember 1940, ihm militärische und wirtschaftliche Informationen rund um den Bahnhof zu beschaffen.
Otakar Votruba sagt seine Mitarbeit zu und übermittelt ihm in der Folgezeit regelmäßig Informationen etwa über durchfahrende Truppentransporte. Miloš Pastejřík handelt im Auftrag der Dachorganisation der nationalen tschechoslowakischen Widerstandsgruppen ÚVOD (Ústřední vedení odboje domácího – Zentrale Leitung des Widerstands in der Heimat) und übermittelt die Informationen weiter nach Prag.
Otakar Votruba wird am 5. März 1942 festgenommen. Der „Volksgerichtshof” verurteilt ihn am 18. März 1943 zusammen mit Miloš Pastejřík, Jan Přib und Stanislav Panoš wegen „Landesverrats, Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung” zum Tode. Alle vier Männer werden am 13. Juli 1943 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Otakar Votruba
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Stanislav Panoš und andere vom 6. Februar 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-333-9
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Stanislav Panoš und andere vom 18. März 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-333-18
Telegramm an den „Reichsprotektor in Böhmen und Mähren“ mit Bescheid über die Hinrichtung von Otakar Votruba und anderen, 14. Juli 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-333-9
Sterbeurkunde von Otakar Votruba vom 14. Juli 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

























































