Vojtěch Vrňata
Im Oktober 1939 lernt er auf einer Geschäftsreise zwei wichtige Funktionäre der tschechischen Widerstandsbewegung in Belgrad kennen, den früheren Abgeordneten der Partei von Edvard Beneš Josef David und den vormaligen tschechoslowakischen Gesandten in Belgrad, Jaroslav Lípa, mit denen er in der Folgezeit in Kontakt steht. Für David fertigt er einen Bericht an über die Studentenunruhen in Prag. Lípa baut eine Nachrichtenverbindung zwischen Prag und Belgrad auf. Vrňata hat zudem Kontakt zu Ctibor Träger, der Tschechen nach Budapest schleust, und lotet Möglichkeiten aus, ihm bei der Flucht ins Ausland zu helfen.
Er wird am 22. Januar 1941 festgenommen und am 17. Juni 1943 vom „Volksgerichtshof” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt.
Vojtěch Vrňata wird in den frühen Morgenstunden des 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Vojtěch Vrňata
Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Vojtěch Vrňata vom 21. April 1943
Bundesarchiv R 3017/15879
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Vojtěch Vrňata vom 17. Juni 1943
Bundesarchiv R 3017/37020
Sterbeurkunde von Vojtěch Vrňata vom 14. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bericht über die vom 7. bis 10. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943
Bundesarchiv R 3001/25019


































