Karel Vyskočil

14. Dezember 1889, Obadr (Obodr) – 30. Juli 1943
Karel Vyskočil lebt mit seiner Frau in Pilsen (Plzeň) und ist als Reali­täten­händler tätig. Er ist seit 1931 Mitglied der tschecho­slowa­kischen Agrar­partei.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht sammelt er ab Frühjahr 1940 um sich einen Kreis von zuletzt etwa 40 Lands­leuten, die wie er die Beset­zung ihres Landes durch das Deutsche Reich ablehnen. Sie treffen sich in zwei Hotels in Pilsen, tauschen Informa­tionen über den Kriegs­verlauf aus, die sie durch das Hören auslän­discher Sender erhalten haben, und verbreiten diese systema­tisch in der Bevöl­kerung weiter.
Karel Vyskočil wird am 28. November 1942 festge­nommen, am 22.↓April 1943 vom „Volks­gerichtshof” wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verur­teilt und am 30. Juli 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Karel Vyskočil

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs“ gegen Karel Vyskocil vom 29. März 1943

Bundesarchiv R 3017/15892

Sterbeurkunde von Karel Vyskočil vom 31. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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