Johann Wallner

25. April 1897, Pinkafeld – 26. Januar 1943
Johann Wallner

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Johann Wallner, 1941

Bundesarchiv R 3001/173036

Johann Wallner ist Sohn eines Tuch­machers und erlernt ebenfalls dieses Hand­werk. Er nimmt am Ersten Welt­krieg teil und wird 1917 schwer verwundet. Wallner tritt nach dem Kriegsende in die Sozial­demo­kratische Ar­beiter­partei Öster­reichs ein, der er bis 1934 angehört. Nach dem „Anschluss” Österreichs an das Deutsche Reich wendet er sich der illegalen Kommu­nis­tischen Partei Öster­reichs zu und organisiert mit anderen Kommunisten in Pinkafeld den Wider­stand gegen das NS-Regime.
Im Juli 1941 festgenommen, wird Wallner zusammen mit Michael Halwachs, Hermann Friesl und Samuel Brunner vom 5. Senat des „Volks­gerichtshofs” am 10. August 1942 wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verur­teilt.
Während seine drei Mitange­klagten am 10. Dezember 1942 in Wien ermordet werden, stellt Wallner nach der Bekannt­gabe des Vollstreckungs­termins einen Antrag auf Wieder­aufnahme des Verfahrens.
Johann Wallner wird nach Berlin überstellt und am 26. Januar 1943 im Strafge­fängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Johann Wallner

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Johann Wallner, Michael Halwachs, Hermann Friesl, Samuel Brunner, 10. August 1942

Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW), Wien

Mitteilung zur Vollstreckung der Todesurteile vom 14. Dezember 1942

Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW), Wien

Sterbeurkunde von Johann Wallner vom 27. Januar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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