Johann Wandzioch

4. Juli 1894, Laurahütte/Kattowitz (Siemianowice Śląskie/Katowice) – 20. Juni 1942
Johann Wandzioch

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Johann Wandzioch

Bundesarchiv R 3017/49440

Johann Wandzioch wird als Sohn eines Maschinen­wärters in Laurahütte geboren. Nach dem Besuch der Volks­schule macht er zunächst eine Ausbildung zum Schlosser. Er nimmt am Ersten Weltkrieg als deutscher Soldat teil und arbeitet im Anschluss bei der deutschen Sicherheits- und Schutz­polizei. Er wird 1923 aus dem Polizeidienst entlassen und lebt von Gelegen­heits­arbeiten.
1927 kommt er erstmals mit dem polnischen Nach­rich­ten­dienst in Kontakt und wird aufgrund seiner früheren Kontakte zur deutschen Polizei für die Arbeit im Geheim­dienst angeworben.
Deswegen verbüßt er in den folgenden Jahren zwei Haft­strafen wegen „landes­verräte­rischer Betätigung” in Deutschland. Laut Urteil des „Volks­gerichtshofs” dient er sich nach seiner Entlassung aus der Haft sowohl dem deutschen als auch dem polnischen Geheim­dienst an. Er wirbt mehrere neue Mitar­beite­rinnen und Mitarbeiter für den polnischen Geheimdienst.
Der 5. Senat des „Volks­gerichthofs” verurteilt Wandzioch am 3. Februar 1942 wegen „Landes­verrats” zum Tode.
Johann Wandzioch wird am 20. Juni 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Johann Wandzioch

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Johann Wandzioch vom 3. Februar 1942

Bundesarchiv R 3017/15592

Gnadengesuche der Ehefrau von Johann Wandzioch, 1942

Bundesarchiv R 3017/49440

Sterbeurkunde von Johann Wandzioch vom 20. Juni 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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