Günther Wannrich
Nach dem Tod der Mutter arbeitet Günther Wannrich als Fremdenführer, Dolmetscher und Händler und steht ab Sommer 1936 im Dienst der Spanischen Republik. Während des Bürgerkriegs kämpft er auf Seiten der repu­blikanischen Truppen. Nach deren Niederlage flieht er im Februar 1939 nach Frankreich, wo er interniert wird.
Günther Wannrich bekommt Kontakt zum französischen Nachrichten­dienst und reist in dessen Auftrag mehrfach nach Deutschland um Informationen über Truppenbe­wegungen, Befestigungsanlagen und den Ausbau von Häfen und Flugplätzen zu beschaffen. Am 19. April 1939 wird er festgenommen.
Er wird am 22. Februar 1940 vom 4. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen der „Ausspähung von Staats­geheimnissen” zum Tode verurteilt. Günther Wannrich wird am 10. Mai 1940 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Günther Wannrich
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Günther Wannrich, 22. Februar 1940
Bundesarchiv R 3017/15949
Ablehnung eines Gnadenerweises für Günther Wannrich durch den Reichsminister der Justiz, 25. April 1940
Bundesarchiv R 3017/15949
Protokoll der Hinrichtung von Günther Wannrich, 10. Mai 1940
Bundesarchiv R 3017/15949
Bekanntmachung der Hinrichtung von Günther Wannrich, 10. Mai 1940
Bundesarchiv R 3017/15949





































