Günther Wannrich

6. Juli 1909, Stettin (Szczecin) – 10. Mai 1940
Günther Wannrich

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Günther Wannrich

Bundesarchiv R 3017/15949

Günther Wannrich absolviert nach dem Besuch des Realgymnasiums in seiner Geburtsstadt Stettin eine Lehre im Bankwesen. 1933 wird er wegen regime­kritischer Äußerungen aus dem Dienst bei der Städ­tischen Sparkasse entlassen und zieht anschließend mit seiner Mutter nach Palma de Mallorca.
Nach dem Tod der Mutter arbeitet Günther Wannrich als Fremdenführer, Dolmetscher und Händler und steht ab Sommer 1936 im Dienst der Spanischen Republik. Während des Bürgerkriegs kämpft er auf Seiten der repu­blikanischen Truppen. Nach deren Niederlage flieht er im Februar 1939 nach Frankreich, wo er interniert wird.
Günther Wannrich bekommt Kontakt zum französischen Nachrichten­dienst und reist in dessen Auftrag mehrfach nach Deutschland um Informationen über Truppenbe­wegungen, Befestigungsanlagen und den Ausbau von Häfen und Flugplätzen zu beschaffen. Am 19. April 1939 wird er festgenommen.
Er wird am 22. Februar 1940 vom 4. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen der „Ausspähung von Staats­geheimnissen” zum Tode verurteilt. Günther Wannrich wird am 10. Mai 1940 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Günther Wannrich

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Günther Wannrich, 22. Februar 1940

Bundesarchiv R 3017/15949

Ablehnung eines Gnadenerweises für Günther Wannrich durch den Reichsminister der Justiz, 25. April 1940

Bundesarchiv R 3017/15949

Protokoll der Hinrichtung von Günther Wannrich, 10. Mai 1940

Bundesarchiv R 3017/15949

Bekanntmachung der Hinrichtung von Günther Wannrich, 10. Mai 1940

Bundesarchiv R 3017/15949

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