Karl Weise

30. September 1885, Satzkorn – 27. Januar 1944
Der Arbeiter Karl Weise ist während des Zweiten Weltkrieges bis zum Frühjahr 1943 bei der Organisation Todt eingesetzt. Aufgrund gesundheitlicher Probleme kehrt er in seinen Heimatort Potsdam zurück.
Am 15. Juli 1943 wird er fest­genommen. Ihm werden eine Vielzahl von Dieb­stählen zur Last gelegt. So soll er unter anderem Badende an den Seen um Potsdam bestohlen und Kleintiere entwendet und getötet haben. Seiner Freundin Betty Gneist wird vorgeworfen, an der Beute teilgehabt oder sie weiter­verkauft zu haben.
Das Sondergericht VII bei dem Landgericht Berlin verurteilt beide am 22. Dezember 1944 als „gefährliche Gewohn­heits­verbrecher” zum Tode.
Während Betty Gneist zu einer zehn­jährigen Zucht­hausstrafe begnadigt wird, wird Karl Weise am 27. Januar 1944 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Karl Weise

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Mitteilung über die Hinrichtung von Karl Weise vom 28. Januar 1944

Bundesarchiv R 3001/143361

Sterbeurkunde von Karl Weise vom 28. Januar 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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