Helmut Weiß

22. Februar 1915, Pirna – 26. März 1943
Helmut Weiß kommt nach dem Tod seiner Mutter in die Erziehungs­anstalt Bräunsdorf bei Freiberg in Fürsorge­erziehung und absolviert eine Schneider­lehre. Bereits als Kind leidet er an Knochen­tuberkulose, wird etliche Male operiert und 1936 wird ihm das linke Bein amputiert. Zuletzt arbeitet er bei einem Schneider in Dresden und lebt in einem Männer­wohnheim.
Vor allem wegen Eigen­tums­delikten verbüßt er mehrere Haftstrafen. Seine letzte sechsmonatige Haftstrafe muss er im April 1942 wegen eines Krankenhausaufenthalts unterbrechen und entzieht sich der Reststrafe von 17 Tagen, indem er untertaucht. In Dresden nimmt er im Juni 1942 zwei Mal Stoffe zwecks Ausführung von Schneiderarbeiten an sich, verkauft diese jedoch weiter.
Helmut Weiß wird festgenommen und am 12. Februar 1943 vom Sonder­gericht I bei dem Land­gericht Berlin wegen „Rückfallbetrugs” auf Grundlage der „Verord­nung gegen Volks­schädlinge” zum Tode verur­teilt und am 26. März 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Helmut Weiß

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Helmut Weiß vom 27. März 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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