Robert Wendel

29. April 1909, Eschenau/Erlangen – 31. Oktober 1936
Robert Wendel

Aufnahme von Robert Wendel aus einem gefälschten Ausweis

Bundesarchiv R 3017/35913

Robert Wendel wächst als Sohn eines Gendar­merie-Kommissars in Franken auf und erlernt nach der Volks- und Real­schule das Elek­triker­hand­werk. Auf seine Meldung wird er zur Kriegs­marine (bis Juni 1935: Reichs­marine) einberufen, in der er zum Funker ausge­bildet wird. 1934 wird er zum Luft­amt in Kiel komman­diert und dem Flieger­horst Holtenau zuge­wiesen.
Im April 1935 wird er wegen „fortge­setzter gewalt­samer Vor­nahme unzüch­tiger Hand­lungen” (heute: sexuelle Nöti­gung) zu acht Monaten Haft verur­teilt. Robert Wendel bricht am 15. April aus der Unter­suchungs­haft aus und gelangt über Saar­brücken nach Frank­reich, wo er festge­nommen wird. Er kommt frei unter der Auflage, für den franzö­sischen Nach­richten­dienst tätig zu werden. In dessen Auftrag unter­nimmt er mit falschen Papieren mehrere Reisen nach Deutsch­land, bis er am 20. August 1935 in Kiel festge­nommen wird.
Robert Wendel wird am 23. Mai 1936 vom „Volks­gerichts­hof” wegen „Landes­sverrats” zum Tode verur­teilt und am 31. Oktober 1936 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Robert Wendel

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift gegen Robert Wendel vom 13. Februar 1936

Bundesarchiv R 3017/35744

Sterbeurkunde von Robert Wendel vom 31. Oktober 1936

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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