Marie Wentzlau

24. März 1906, Halle/Saale – 5. Oktober 1943
Marie Wentzlau ist als Sprach­leh­rerin tätig, spricht fließend russisch und lebt zuletzt in Moskau.
Nach dem deutschen Über­fall auf die Sowjet­union begibt sie sich im Auftrag des sowje­tischen Nach­richten­diensts hinter die Kampf­linie, meldet sich bei der Wehr­macht und bietet an, im sowje­tischen Macht­bereich nach­richten­dienst­lich tätig zu werden. Erhaltene Informa­tionen sollen ihren Auftrag­gebern zugeführt werden.
Marie Wentzlau wird am 16. August 1943 vom „Volks­gerichts­hof” wegen „Landes­verrats” zum Tode verur­teilt und am 5. Oktober 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Marie Wentzlau

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Karteieintrag zum Todesurteil gegen Marie Wentzlau, 1943

Bundesarchiv R 3018/3579

Sterbeurkunde von Marie Wentzlau vom 6. Oktober 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Vermerk über den Verlust der Vollstreckungsakten von Marie Wentzlau, 9. Dezember 1943

Bundesarchiv R 3018/3579

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