Benno Westenberger

12. Juli 1905, Tilsit-Moritzkehmen (Sowetsk) – 15. Oktober 1942
Benno Westenberger

Erkennungsdienstliches Foto von Benno Westenberger

Bundesarchiv R 3017/35903

Der Arbeiter Benno Westen­berger schließt sich 1926 dem Kommu­nistischen Jugend­verband und 1928 einer kommu­nistischen Gruppe in Tilsit an. Zudem engagiert er sich in der Gemein­schaft proleta­rischer Frei­denker.
Westen­berger, der wegen Eigen­tums­delikten vorbe­straft ist, flieht 1938 vor weiterer Straf­verfol­gung nach Belgien. In Gent nimmt er an politischen Diskus­sionen kommu­nistischer Gruppen teil und kommt in Kontakt mit Vertre­tern der Inter­natio­nalen Trans­port­arbeiter-Föde­ration, für die er im Früh­jahr nach Polen und weiter nach Ost­preußen reist. Dort wird er am 19. Mai 1939 festge­nommen. Ihm wird vorge­worfen, für den polnischen Nach­richten­dienst militärische Befes­tigungs­maß­nahmen und Truppen­bewegungen ausge­kund­schaftet zu haben.
Benno Westenberger wird am 21. Juli 1942 vom 2. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „landes­verrä­terischer Ausspä­hung in Verbin­dung mit Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt.
Er wird am 15. Oktober 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Benno Westenberger

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Benno Westenberger, 21. Juli 1942

Bundesarchiv R 3017/35903

Ablehnung des Gnadengesuchs von Benno Westenberger, 1. Oktober 1942

Bundesarchiv R 3017/35903

Protokoll der Hinrichtung von Benno Westenberger, 15. Oktober 1942

Bundesarchiv R 3017/35903

Sterbeurkunde von Benno Westenberger vom 16. Oktober 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück