Werner Weylandt

13. Juli 1905, Greifswald – 15. August 1942
Werner Weylandt lernt im Betrieb seines Vater das Schlosser­hand­werk, besteht 1925 die Meisterprüfung und über­nimmt 1926 das elterliche Geschäft in Greifs­wald. 1923 wird er erstmals straf­fällig und wegen Dieb­stahls zu einer mehrmonatigen Haft­strafe verur­teilt. In der Folgezeit muss er sich wegen Eigen­tums­delikten immer wieder vor Gericht verant­worten. Zuletzt arbeitet er als Reise­monteur bei einer Firma in Berlin-Kreuz­berg und erwartet mit seiner zweiten Frau Anna ein Kind.
Im Novem­ber und Dezember 1941 versucht er nachts in Berlin mit einem Kollegen zwei Mal, in Gebäude einzu­brechen, was jedoch nicht gelingt.
Werner Wey­landt wird am 10. Dezem­ber 1941 festge­nommen und am 29. Mai 1942 vom Sonder­gericht VI bei dem Land­gericht Berlin wegen „versuchten schweren Diebstahls im Rückfalle” auf Grund­lage der kurz nach Kriegs­beginn erlas­senen „Verord­nung gegen Volks­schäd­linge” zum Tode verur­teilt.
Sämtliche Gnaden­gesuche werden abge­lehnt und Werner Weylandt am 15. August 1942 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermor­det. Sein Kollege erhält eine Zuchthausstrafe.

Dokumente

Gefangenenkarte von Werner Weylandt

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Werner Weylandt vom 15. August 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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