August Wickschrat
Im Herbst 1938 nimmt der litauische Nachrichtendienst Kontakt zu August Wickschrat auf und erteilt ihm den Auftrag, über militärische Angelegenheiten (Truppenteile, Truppenstärke, Kasernen) in Grenznähe zu berichten. Auch sein Bruder Fritz wird für eine Zuammenarbeit mit dem litauischen Geheimdienst angeworben. Nach der sowjetischen Besetzung Litauens arbeiten beide noch kurze Zeit für den sowjetischen Nachrichtendienst, bis die Verbindung im September 1940 abbricht.
Im April 1942 werden die Brüder festgenommen. Sie werden am 8. Juli 1943 vom 4. Senat des „Volksgerichts­hofs“ wegen „Landesverrats“ zum Tode verurteilt. August und Fritz Wickschrat werden am 7. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von August Wickschrat
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen August und Fritz Wickschrat vom 25. Mai 1943
Bundesarchiv R 3017/35966
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen August und Fritz Wickschrat, 8. Juli 1943
Bundesarchiv R 3017/35966
Sterbeurkunde von August Wickschrat vom 9. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung




































