Fritz Wickschrat

14. Mai 1899, Grenzhöhe/Pillkallen – 7. September 1943
Fritz Wickschrat

Fritz Wickschrat

Privatbesitz

Fritz Wickschrat ist wie sein Bruder August Land- und Bauarbeiter. 1917/18 ist er Soldat im Ersten Weltkrieg, in den 1920er Jahren gehörte er der SPD an. Ab 1939 arbeitet er für eine große Baufirma, die vor allem mili­tärische Objekte in Königsberg, Pillau und im Kreis Pillkallen (seit 1938 Schlossberg) projektiert und baut.
Über seinen Bruder August kommt Fritz Wickschrat Ende 1938 in Kontakt zum litauischen Nachrichtendienst und informiert diesen über militärische Angelegenheiten (Truppenteile, Truppenstärke, Kasernen) in Grenznähe.
Nach der sowjetischen Besetzung Litauens arbeiten beide noch kurze Zeit für den sowjetischen Nachrich­tendienst, bis die Verbindung im September 1940 abbricht.
Im April 1942 werden die Brüder festgenommen. Sie werden am 8. Juli 1943 vom 4. Senat des „Volks­gerichts­hofs” wegen „Landesverrats” zum Tode verurteilt. August und Fritz Wickschrat werden am 7. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Fritz Wickschrat

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen August und Fritz Wickschrat vom 25. Mai 1943

Bundesarchiv R 3017/35966

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen August und Fritz Wickschrat, 8. Juli 1943

Bundesarchiv R 3017/35966

Sterbeurkunde von Fritz Wickschrat vom 9. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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