Maria Wieczorek

4. August 1886, Radzionkau/Tarnowitz (Radzionków) – 22. September 1944
Maria Kulik arbeitet nach der Volks­schule als Hausan­ge­stellte und heiratet 1907 Wilhelm Wieczorek, das Paar lebt in der Nähe von Breslau. Als gläubige Katho­likin und vorma­liges Mit­glied der Zent­rums­partei lehnt sie den National­sozialismus ab.
Am 28. Februar 1944 äußert sich Maria Wieczorek gegen­über einer Bekannten kritisch über Hitler und den Glauben an einen Sieg der Wehr­macht gegen die Alli­ierten, worauf sie von deren Tochter, einer Blockleiterin der NS-Frauenschaft, denun­ziert wird. Sie wird festge­nommen und angeklagt, „öffent­lich den Willen des deutschen Volkes zur wehr­haften Selbst­behaup­tung” zu zer­setzen ver­sucht zu haben.
Maria Wieczorek wird am 21. August 1944 vom „Volks­ge­richts­hof” zum Tode verur­teilt und vier Wochen später, am 22. September 1944, im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Maria Wieczorek

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Mitteilung der NSDAP-Ortsgruppe Breslau-Goldschmieden über die Denunziation und Ermittlungen gegen Maria Wieczorek, 14. April 1944

Bundesarchiv R 3017/36234

Politische Beurteilung von Maria Wieczorek durch die NSDAP-Kreisleitung Breslau an die Gestapo Breslau, 25. Mai 1944

Bundesarchiv R 3017/36234

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Maria Wieczorek vom 21. August 1944

Bundesarchiv R 3017/36234

Sterbeurkunde von Maria Wieczorek vom 23. September 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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