Walter Wiese

29. Juli 1897, Güstrow – 1. Juni 1943
Walter Wiese absol­viert eine kauf­männische Lehre, nimmt mit Aus­zeich­nung am Ersten Welt­krieg teil und ist bis Ende 1923 in der Nach­richten­abtei­lung der Zwischen­armee tätig. Er arbeitet als Ver­treter, führt ein Tabak­geschäft in Rostock und ist Mit­glied der Deutsch­völki­schen Freiheits­partei (ab 1925: Deutsch­völ­kische Frei­heits­bewegung).
In den 1920er und 1930er Jahren wird Walter Wiese mehrfach straf­fällig und wegen Betrugs zu mehr­jährigen Haft­strafen verur­teilt, die letzte verbüßt er bis November 1939; anschließend zieht er von Rostock nach Berlin. 1941 wird er unter Vor­spie­gelung falscher Tat­sachen leitender Ange­stellter in der Personal­abteilung der Fernseh GmbH in Berlin-Zeh­len­dorf und lässt sich angebliche Auslagen für Reisekosten auszahlen.
Walter Wiese wird am 15. April 1943 vom Sonder­gericht IX bei dem Land­gericht Berlin als „gefähr­licher Stellen­schwind­ler” zum Tode verur­teilt und am 1. Juni 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Walter Wiese

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Walter Wiese vom 2. Juni 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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