Jaroslav Wiesner

8. Juni 1898, Chrudim – 28. Mai 1943
Jaroslav Wiesner, Sohn eines Maschinen­bauers, absol­viert ein tech­nisches Hoch­schul­studium und erlernt das Fliegen bei Jan Kašpar, einem Pionier der tsche­chischen Luft­fahrt. Er tritt in die Luft­fahrt­genossen­schaft in Pardubitz ein und ist in der Maschinen­fabrik seines Bruders Franz in Chrudim tätig.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht wird Jaroslav Wiesner Ende Januar 1941 vom Piloten Jaroslav Lonek für dessen Nach­richten­netz­werk angeworben, das Informationen aus dem „Protektorat” sammelt und in die Sowjet­union übermittelt. Jaroslav Wiesner liefert drei Berichte aus der Fabrik Franz Wiesner, die Rüstungs­güter produziert, und wird am 19. März 1941 festge­nommen.
Jaroslav Wiesner wird am 17. März 1943 vom „Volksge­richts­hof” wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat und Landes­verrats” zum Tode verur­teilt und am 28. Mai 1943 im Straf­gefängnis Plötzen­see ermordet.
Jaroslav Lonek wird 1943 ebenfalls zum Tode verurteilt und am 26. Januar 1945 in Dresden ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Jaroslav Wiesner

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Jaroslav Wiesner, Jaroslav Lonek und weitere Personen vom 19. Oktober 1942

Bundesarchiv R 3017/12457

Sterbeurkunde von Jaroslav Wiesner vom 29. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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