Karl Wilendner
Nach dem „Anschluss” Österreichs kehrt Karl Wilendner nach Berlin zurück und wird wiederholt straffällig. Silvester 1940/41 lernt er in Saalfeld (Thüringen) vier Tschechen kennen, denen er in Aussicht stellt, sie über die Schweizer Grenze zu bringen. Alle werden am 12. Januar 1942 festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, die Männer der tschechischen Exilarmee habe zuführen zu wollen.
Karl Wilendner wird am 10. März 1943 vom 6. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und landesverräterischer Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt. Sein Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens und sein Gnadengesuch werden abgelehnt und Karl Wilendner am 1. Juli 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet. Die anderen Angeklagten werden zu Zuchthausstrafen verurteilt.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Karl Wilendner
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Karel Wilendner und andere Personen, 10. März 1943
Bundesarchiv R 3017/19157
Gesuch von Karel Wilendner um Einsicht in das Urteil, 28. März 1943
Bundesarchiv R 3017/19157
Sterbeurkunde von Karl Wilendner vom 2. Juli 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung























