Karl Wilendner

15. Juli 1902, Łazy – 1. Juli 1943
Karl Wilendner leistet seinen Militär­dienst in der Tschecho­slowa­kischen Armee, arbeitet als Büro­ange­stellter in einem tsche­cho­slowa­kischen Bezirks­gericht und lebt Anfang der 1930er Jahre in Berlin. 1934 wird er wegen „Belei­digung des Führers und der Reichs­regierung” von der Gestapo inhaf­tiert und außer Landes ver­wiesen, worauf er nach Wien zieht.
Nach dem „Anschluss” Österreichs kehrt Karl Wilendner nach Berlin zurück und wird wiederholt straffällig. Silvester 1940/41 lernt er in Saalfeld (Thüringen) vier Tschechen kennen, denen er in Aussicht stellt, sie über die Schweizer Grenze zu bringen. Alle werden am 12. Januar 1942 festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, die Männer der tschechischen Exilarmee habe zuführen zu wollen.
Karl Wilendner wird am 10. März 1943 vom 6. Senat des „Volksge­richts­hofs” wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat und landes­verräte­rischer Feindbe­günstigung” zum Tode verur­teilt. Sein Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens und sein Gnadengesuch werden abgelehnt und Karl Wilendner am 1. Juli 1943 im Straf­gefängnis Plötzen­see ermordet. Die anderen Angeklagten werden zu Zuchthausstrafen verurteilt.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Karl Wilendner

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Karel Wilendner und andere Personen, 10. März 1943

Bundesarchiv R 3017/19157

Gesuch von Karel Wilendner um Einsicht in das Urteil, 28. März 1943

Bundesarchiv R 3017/19157

Sterbeurkunde von Karl Wilendner vom 2. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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