Josef Wimmer

9. März 1899, Fürstenhut – 13. Juni 1941
Josef Wimmer

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Wimmer, 1938

Bundesarchiv R 3017/14580, Bd. VI

Josef Wimmer ist Landwirt und lebt mit seiner Familie in Fürstenhut in den Sudeten.
1935 lässt er sich von dem Stabskapitän František Topka für den tschechischen Nachrichtendienst anwer­ben. In dessen Auftrag unternimmt Josef Wimmer bis zu seiner Fest­nahme Mitte April 1938 etliche Fahrten nach Bayern und Öster­reich, unter anderem nach Freyung und Linz, um herauszufinden, ob auf reichsdeutscher Seite Trup­pen zusammengezogen werden. Im Sommer 1937 wirbt er Mathias Schöpf als weiteren Nachrichtenträger.
Nach der Annexion der Sudeten durch das Deutsche Reich und der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht verurteilt der „Volksgerichts­hof” Josef Wimmer und Mathias Schöpf am 31. Januar 1941 wegen „Landes­verrats” zum Tode. Die Gnadengesuche der beiden Familienväter werden abgelehnt und beide Männer am 13. Juni 1941 im Strafgefängnis Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Josef Wimmer

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichts­hofs” gegen Mathias Schöpf und Josef Wimmer vom 31. Januar 1941

Bundesarchiv R 3017/14580, Bd. III

Brief von Josef Wimmer an seine Familie vom 4. Februar 1941

Bundesarchiv R 3017/14580, Bd. VI

Anordnung der Vollstreckung der Todestrafe gegen Josef Wimmer und Mathias Schöpf vom 26. Mai 1941

Bundesarchiv R 3017/14580, Bd. VI

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Mathias Schöpf und Josef Wimmer, Juni 1941

Bundesarchiv R 3017/14580, Bd. VI

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