Rudolf Worm

13. April 1909, Zittau – 6. September 1940
Rudolf Worm wächst in Zittau auf, erlernt nach der Volks­schule das Schnei­derhandwerk und arbeitet anschließend in Webereien und Kleiderfabriken sowie 1930 bis 1932 als Textilwaren­vertreter in Löbau. Ab 1935 ist er als selbstständiger Schneider in Niederstrahwalde im Bezirk Löbau tätig.
Im Mai 1938 lässt er sich von seinem Bekannten Josef Kaiser für den tschechoslowakischen Nachrichtendienst anwer­ben und erhält den Auftrag, Erkundigungen über die in seinem Bezirk gelegenen Rüstungsbetriebe einzu­holen. Bis zum Herbst 1938 liefert er mehrere Berichte über Truppenbewegungen der Wehrmacht, die nach Prag übermittelt werden. Zur Erlangung von Informationen nutzt er auch seine Geschäftsbeziehungen.
Nach der Annexion der Sudeten durch das Deutsche Reich und dem Einmarsch deutscher Truppen in Prag werden Rudolf Worm und Josef Kaiser am 5. Mai 1939 festge­nommen und am 4. Juni 1940 vom „Volksgerichts­hof” wegen „Landesverrats” zum Tode verurteilt. Die bei­den Männer werden am 6. September 1940 im Strafge­fängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Rudolf Worm

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Kaiser und Rudolf Worm vom 20. Januar 1940

Bundesarchiv R 3017/3587

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Kaiser und Rudolf Worm vom 4. Juni 1940

Bundesarchiv R 3018/2934

Sterbeurkunde von Rudolf Worm vom 6. September 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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