Rudolf Worm
Im Mai 1938 lässt er sich von seinem Bekannten Josef Kaiser für den tschechoslowakischen Nachrichtendienst anwerben und erhält den Auftrag, Erkundigungen über die in seinem Bezirk gelegenen Rüstungsbetriebe einzuholen. Bis zum Herbst 1938 liefert er mehrere Berichte über Truppenbewegungen der Wehrmacht, die nach Prag übermittelt werden. Zur Erlangung von Informationen nutzt er auch seine Geschäftsbeziehungen.
Nach der Annexion der Sudeten durch das Deutsche Reich und dem Einmarsch deutscher Truppen in Prag werden Rudolf Worm und Josef Kaiser am 5. Mai 1939 festgenommen und am 4. Juni 1940 vom „Volksgerichtshof” wegen „Landesverrats” zum Tode verurteilt. Die beiden Männer werden am 6. September 1940 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Rudolf Worm
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Kaiser und Rudolf Worm vom 20. Januar 1940
Bundesarchiv R 3017/3587
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Kaiser und Rudolf Worm vom 4. Juni 1940
Bundesarchiv R 3018/2934
Sterbeurkunde von Rudolf Worm vom 6. September 1940
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung






























































































