René Wouters

24. Januar 1913, Ramsel – 7. September 1943
René Wouters

Erkennungsdienstliches Foto von René Wouters

Bundesarchiv R 3017/32607

Der Sohn eines Volksschullehrers arbeitet nach Abschluss der Volks- und Mittelschule in verschiedenen Druckereien. René Wouters ist Mitglied der Kommunistischen Jugend. 1933/34 dient er im Militär, zuletzt als Sergeant. Anschließend arbeitet er bei der Antwerpener Zeitung „Le Matin“ als Korrektor.
Im Frühjahr 1938 soll er Anführer einer belgischen Widerstandsgruppe geworden sein, die Anschläge auf deutsche, italienische und japanische Schiffe organisierte. Ein Jahr später wird René Wouters zum Heer einberufen und kommt am 18. Mai 1940 in deutsche Kriegs­gefangenschaft. Von dort wird er am 20. Dezember 1940 in Polizeigewahrsam überführt.
Der 1. Senat des „Volksgerichtshofs“ verurteilt René Wouters am 11. November 1942 wegen „Vor­bereitung zum Hochverrat“ zum Tode. Eine Beteiligung an den Schiffs­sabotageaktionen im Antwerpener Hafen kann ihm nicht nachgewiesen werden.
Nach der Ablehnung seines Gnadengesuchs wird René Wouters am 7. September 1943 während der sogenannten Blutnächte in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von René Wouters

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Haftbefehl gegen René Wouters, 11. August 1942

Bundesarchiv R 3017/32607

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen René Wouters und andere, 11. November 1942

Bundesarchiv R 3017/14588

Gnadengesuch des Ober­bürgermeisters von Antwerpen für René Wouters, 5. Dezember 1942

Bundesarchiv R 3017/32607

Sterbeurkunde von Réne Wouters vom 9. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück