Erwin Zellmann

10. April 1906, Berlin – 29. April 1942
Erwin Zellmann

Erwin Zellmann

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 6563/1

Erwin Zellmann erlernt das Bäckerhandwerk und arbeitet anschließend als Geselle bei verschiedenen Arbeitgebern in Berlin. Von 1929 bis 1931 ist er erwerbslos, in den folgenden Jahren findet er in seinem Beruf nur aushilfsweise Beschäftigung. 1934 heiratet er die Verkäuferin Frieda Schmidt.
1938 tritt er als Postfacharbeiter in den Dienst der Deutschen Reichspost ein und wird auf Adolf Hitler verpflichtet. Er ist im Postamt O 17 zuletzt als Aus- und Einlader in der Umschlagstelle tätig. Ab März 1941 nimmt Erwin Zellmann zahlreiche Postsendungen an sich. Seine Frau verkauft Zigaretten an ihre Arbeitskolleginnen weiter. Nach einer Anzeige aufgrund eines in einer Zigarettenschachtel gefundenen Briefs werden die Eheleute am 19. Januar 1942 festgenommen.
Das Sondergericht V bei dem Landgericht Berlin verurteilt beide am 19. Februar 1942 auf der Basis der „Volksschädlingsverord­nung in Verbindung mit fortgesetztem Diebstahl, Verwahrungsbruch und Urkundenunterdrückung” zum Tode. Erwin Zellmann und seine Frau Frieda werden am 29. April 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Erwin Zellmann

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Erwin Zellmann vom 29. April 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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