Frieda Zellmann

7. Januar 1899, Berlin – 29. April 1942
Frieda Schmidt wächst als Tochter eines Schlossers in Berlin auf, erlernt nach der Volks­schule den Beruf der Ver­käuferin und arbeitet ab 1932 im Kauf­haus Kar­stadt am Her­mann­platz. 1934 heiratet sie den Bäcker Erwin Zell­mann, der 1938 in den Dienst der Deutschen Reichs­post eintritt.
Ab März 1941 entwen­det Erwin Zell­mann zahlreiche Post­sen­dungen, seine Frau verkauft darin enthal­tene Ziga­retten an Arbeits­kolleginnen weiter. Nach einer Anzeige auf­grund eines in einer Ziga­retten­packung gefun­denen Briefs werden die Ehe­leute am 19. Januar 1942 festge­nommen.
Das Sonder­gericht V bei dem Land­gericht Berlin verur­teilt das Paar am 19. Februar 1942 auf der Basis der „Volks­schädlings­verord­­nung in Verbin­dung mit fortge­setztem Dieb­stahl, Ver­wahrungs­bruch und Urkunden­unter­drückung” zum Tode.
Frieda und Erwin Zell­mann werden am 29. April 1942 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Frieda Zellmann

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Frieda Zellmann vom 29. April 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück