Carl Zimmer

28. Januar 1885, Saarbrücken – 9. April 1943
Carl Zimmer

Passfoto von Carl Zimmer

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Carl Zimmer ist leitender Redakteur der 1922 gegrün­deten, in Heydekrug (Šilutė) erschei­nenden „Memel­ländi­schen Rund­schau”, das als Organ der Memel­ländischen Land­wirtschafts­partei gilt, und von 1923 bis 1924 Geschäfts­führer des Memel­ländischen Kultur­verbands. Mit seiner Frau Hanna, geborene Haase, hat er fünf Kinder.
Im Frühjahr 1931 lässt er sich vom litauischen Nach­richten­dienst anwerben und liefert diesem bis 1939 regelmäßig Informa­tionen insbesondere über die Memel­ländische Landwirt­schafts­partei.
Carl Zimmer wird am 16. Juli 1940 festge­nommen. Obwohl ihm laut eines Ermittlungs­berichts des Reichs­sicherheits­haupt­amts vom September 1940 nicht nachge­wiesen werden kann, „Spionage zum Nach­teile des Reiches selbst” betrieben zu haben, verur­teilt der „Volks­gerichts­hof” ihn am 14. Januar 1943 wegen „Landes­verrats” zum Tode.
Carl Zimmer wird am 9. April 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Karl Zimmer

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Karl Zimmer vom 10. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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